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Marktgemeinde Frastanz

Am Eingang zum Walgau, mitten im Vierländereck Österreich - Liechtenstein - Schweiz - Deutschland, liegt die Marktgemeinde Frastanz.
Frastanz hat derzeit 6321 Einwohnern und gehört zum Bezirk Feldkirch im österreichischen Bundesland Vorarlberg.
Frastanz liegt auf 510 Metern Höhe. 61,2 Prozent der Fläche sind bewaldet. Die Samina fließt bei Frastanz in die Ill.
 
Ortsteile der Gemeinde sind:
Hofen, Einlis, Amerlügen, Fellengatter,Bodenwald, Frastafeders, Gampelün 
Frastanz liegt an einer Römerstraße. Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg wechselnd von Tirol und 
 
Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus.
Die Burg Frastafeders dürfte um 1258 im Gefolge der ersten montfortischen Linienteilung als Vorposten der 
Grafen von Werdenberg gegen Feldkirch entstanden sein. Außerdem besaß sie wohl die Aufgabe, den Weg über das 
Sarojajoch zu sichern.
Welches Dienstmannengeschlecht der Werdenberger im 13. Jahrhundert auf Frastafeders saß, ist unbekannt. 
1317 verlieh Graf Rudolf II. von Werdenberg-Sargans die Burg dem Reichsritter Ulrich Thumb von Neuburg.
Die Burg Frastafeders bestand nicht einmal hundert Jahre. Bereits um 1344 wurde sie im Rahmen einer 
Auseinandersetzung zwischen den Grafen von Montfort-Feldkirch zerstört.
Auf Frastanzer Boden fand 1499 die Schlacht bei Frastanz statt, eine der blutigsten und wichtigsten 
Entscheidungsschlachten des Schwabenkrieges. Von 1805 bis 1814 gehörte der Ort zu Bayern, dann wieder zu Österreich.
Der Hausberg "Drei Schwestern", 2.053 m, ist der Ausgangspunkt für die bekannte Rätikonwanderung. In der gesamten Region einmalig ist der 1.400 m² große Naturbadesee mit ausgedehnter Liegewiese, das E-Werk-Museum oder die Tabakausstellung im Rathaus. 
 
Parzelle Fellengatter
Fellengatter ist mit seinen rund 1.300 Einwohnern die größte Parzelle des Ortes, denn die Wohnbauentwicklung hat hier 
in den letzten Jahrzehnten einen enormen Aufschwung erlebt. 2007 wies die Parzelle 300 Häuser auf, womit sich deren 
Zahl innerhalb von 50 Jahren mehr als verdoppelt hat. Die sonnige Lage, der Blick in den Walgau und zu den Schweizer 
Bergen sowie die Nähe zur Stadt Feldkirch haben in den vergangenen Jahren viele Auswärtige bewogen, in dieser schönen 
Wohngegend sesshaft zu werden. 
Auf dem Fellengattner Gebiet des Stadtschrofens sind früheste Siedlungsspuren aus prähistorischer Zeit nachweisbar. 
Während die Straße von Feldkirch in den Walgau im Mittelalter noch über die Letze führte, wurde im 16. Jahrhundert 
die Trasse durch die Felsenau gesprengt. Den Übergang zwischen Feldkirch und Frastanz bildete dabei bis 1871 eine 
gedeckte Holzbrücke. 
Im 19. Jahrhundert wurde die Felsenau zu einem wichtigen Industriestandort. Auf dem Areal der ehemaligen städtischen 
Bleiche errichtete der Fabrikant Christian Getzner eine Türkisch-Rotgarnfärberei, die jedoch zu Beginn des 
20. Jahrhunderts stillgelegt wurde. 
In Fellengatter hat die Landwirtschaft auch heute noch einen besonderen Stellenwert. Die Haupterwerbs- und Nebenerwerbslandwirte tragen wesentlich zur Pflege der Umwelt und zur Erhaltung des ländlichen Ortsbildes bei. Das Feuchtbiotop Maria Grüner Ried ("Getznerried") ist eines der letzten Hangfeuchtgebiete und weist eine große Pflanzenvielfalt auf. 1994 wurde es unter Naturschutz gestellt. 
Weit über die Grenzen hinaus bekannt sind zwei Einrichtungen, die im Ortsteil Fellengatter beheimatet sind: 
Seit 1976 besteht das Krankenhaus Maria Ebene, das Hilfe für Alkohol- und Medikamentenabhängige anbietet. Seit 1982 lebt im Letzehof an der Gemeindegrenze zu Feldkirch eine Gemeinschaft buddhistischer Mönche. Der Dalai Lama, das religiöse Oberhaupt der Tibetaner, war hier bereits zu Besuch. 
Die heutige Friedenskapelle "Maria Hilf" in Maria Ebene wurde 1825/26 anstelle eines Bildstocks errichtet. Sie war früher eine bekannte Wallfahrtsstätte und ist heute, nicht zuletzt wegen ihrer idyllischen Lage, eine beliebte Hochzeitskapelle. 
Bis 1853 wurden die Schüler in einem ehemaligen Bauernhaus unterrichtet, das von dessen Besitzer testamentarisch diesem Zweck gewidmet worden war. Erst danach erhielt Fellengatter ein eigenes Schulhaus. 
An Freizeiteinrichtungen ist das schön gelegene Schwimmbad in der Felsenau zu nennen, welches die Stadt Feldkirch 

gemeinsam mit der Marktgemeinde Frastanz betreibt. Erwähnenswert sind weiters das Hallenbad beim Bernardaheim, die Volksschulturnhalle und zwei Kinderspielplätze.
Auch das Vereinsleben kommt in Fellengatter nicht zu kurz. Dafür sorgen der Wintersportverein mit seinen rund 300 Mitgliedern, der Obst- und Gartenbauverein, der Krippenbauverein und die Funkenzunft.
 

Im Buchholz ist eine Gemarkung in der Parzelle Fellengatter an der Grenze zu Isis (Feldkirch).
Letzehof an der Gemeindegrenze zu Feldkirch ein Buddhistisches Kloster. 

 

Lizenziert:

„Frastanz Kirchaplatz 10, Sulpitiuskirche 6“ von This Photo was taken by Böhringer Friedrich.Feel free to use my photos, 
but please mention me as the author and if you want send me a message. or (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 at über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/ File:Frastanz_Kirchaplatz_10,_Sulpitiuskirche_6.JPG#/media/File:Frastanz_Kirchaplatz_10,_Sulpitiuskirche_6.JPG
„Frastanz Kirchaplatz 10, Sulpitiuskirche 2“ von This Photo was taken by Böhringer Friedrich.Feel free to use my photos, but please mention me as the author and if you want send me a message. or (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 at über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/   File:Frastanz_Kirchaplatz_10,_Sulpitiuskirche_2.JPG#/media/File:Frastanz_Kirchaplatz_10,_Sulpitiuskirche_2.JPG                                                                                                
 „Letzehof1“ von Gakuro - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons - https:// commons.wikimedia.org/wiki/File:Letzehof1.jpg#/media/File:Letzehof1.jpg 
 
 
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